Meine Rassekaninchenzucht
  Über mich
 


Mein Name ist Sonja Schneider, wohne in 61118 Bad Vilbel (Nähe Frankfurt/Main) und habe schon seit meinem 5. Lebensjahr Zwergkaninchen.
Im Jahr 2005 habe ich mit einem Rammler und 2 Häsinnen der Rasse Farbenzwerge weißgrannen schwarz meine kleine Rasse-Zucht angefangen. Ende 2008 holte ich mir die ersten Zuchttiere meiner Lieblingsrasse Farbenzwerge japaner. Mitte 2009 kamen dann noch die Satinzwerge rot dazu.



Wie kam ich zur Rassekaninchenzucht?

Als ich ca. 13 Jahre alt war sah ich bei Bekannten zum ersten Mal ganz junge Kaninchen. Ich wollte unbedingt auch mal Kaninchenbabys haben. Ich hatte derzeit auch ein Kaninchen, es war ein wildfarbiger Rammler. Da meine Eltern zu Hause bzw. im Garten keine weiteren Kaninchen wollten, überredete ich sie in einen Kleintierzuchtverein einzutreten. Eigentlich wollte ich dort nur ein 2-3 junge Kaninchen halten, aber nach und nach interessierte mich die Zucht von Kaninchen immer mehr und ich wollte auch mal Junge haben. Ich bekam von einem Züchter 1 Rammler und 2 Häsinnen der Rasse Farbenzwerge weißgrannen schwarz. Als ich dann meine eigenen ersten Kaninchen-Jungen hatte, konnte ich mich nicht mehr von diesem wunderbaren Hobby trennen. Und somit kam ich zur Kaninchenzucht und züchte seit Ende 2005 im Kleintierzuchtverein H244 Bad Vilbel (nähe Frankfurt am Main) reinrassige Zwergkaninchen.

 

Wie viele Tiere habe ich zur Zucht?

"Klein aber fein" ist mein Motto.

Ich züchte mit ca. 10-15 Tieren, das heißt sie werden bei mir immer nur eine begrenze Anzahl an Nachwuchs finden. Dies ist ein sehr anspruchsvolles, zeit- und kostenintensives Hobby. Viele Züchter haben weit über 100 Tiere in den Stallungen. Ich habe mich extra für weniger Tiere entschieden, dass ich sie optimal versorgen kann. Die Schutzgebühren/Preise die ich für meine Tiere nehme, kommt alles dem Wohle der Tiere zugute. Die Ausgaben sind weitaus höher als dies, was ich durch die Schutzgebühren  wiederbekomme. Die größte Ausgabe ist der Tierarzt. Durch regelmäßiges Impfen, Krankheitsprophylaxe, Kotuntersuchungen und korrektes Behandeln von ggf. auftretenden Krankheiten kommt man schon mal locker über 2000 € Tierarztkosten im Jahr. Aber damit ist es ja noch nicht getan, die Tierchen wollen artgerechte Ernährung und Haltung, usw. Auch die tägliche Zuneigung, die Zeit zum ausmisten kostet zwar kein Geld aber dafür eine Menge Zeit! Dass jedes Kaninchen die nötige Fürsorge bekommt, ist für mich selbstverständlich. Da ich nicht alle Jungen behalten kann, gebe ich immer mal wieder ein paar Jung- und Alttiere an liebevolle Kuschelhände oder verantwortungsbewusste Züchter ab. Alle meine Tiere sind ganzjährige Außenhaltung sowie Kinder und Hundegeruch gewöhnt. Alle können zur Zucht oder als Schmusetiere genommen werden.

Da ich dies leider in letzter Zeit öfters gehört habe: Für alle, die meinen ich "verdiene" an den Tieren, die liegen deutlich daneben!!!


"Beim Kaninchenzüchter tritt zur Freude am einzelnen Tier noch das Interesse an einer bestimmten Kaninchenrasse und die Faszination, die Eigenarten dieser Rasse am eigenen Tierbestand herauszuarbeiten, indem man, auf Basis der Vererbungslehre, die passende Zuchtauswahl trifft. Die Ergebnisse seiner Zuchtarbeit kann man sodann auf kleineren und größeren Schauen der Öffentlichkeit und dem sachverständigen Auge des Preisrichters präsentieren. Kaninchenschauen sind eine Gelegenheit, den erzielten Leistungsstand festzustellen und zu vergleichen. Bundesweit werden jährlich etwa 1 Mio. Kaninchen auf Schauen ausgestellt und von den über 1.000 Preisrichtern nach einem bestimmten Regelwerk bewertet. Das Spektrum reicht von der kleinsten Vereinsschau über Landesschauen bis hin zu Bundesschauen, auf denen fast 30.000 Tiere gezeigt werden.  Züchten im Verein heißt, die Liebe zum Kaninchen mit Gleichgesinnten zu teilen, sich in geselliger Runde über Freud und Leid der Kaninchenzucht auszutauschen, einander mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, und die Öffentlichkeit durch Ausrichtung von Schauen vom gemeinsamen Hobby zu begeistern. Die Rassezucht verfolgt heute keine ökonomische Zielsetzung mehr, sondern sieht sich als reine Liebhaberei allein der Wahrung und Vervollkommnung des kulturellen Erbes unserer Hauskaninchenrassen verpflichtet. Deutschlandweit teilt sich über 150.000 Vereinszüchter diese Leidenschaft." (übernommen von Kaninchenzucht.de)

Wann gibt es meistens Nachwuchs in meiner Zucht? 


Züchten heißt nicht einfach drauf los verpaaren und mal schauen was dann rauskommt. Hinter züchten steht noch viel mehr. An erster Stelle die Gesundheit und Wohlbefinden der Zuchttiere. Kaninchen fühlen sich bei einer Temperatur von ca. 12-18° C am wohlsten. Deshalb achte ich darauf, dass die Häsinnen auch in dieser Temperaturspanne auch ihren Nachwuchs aufziehen dürfen. Meine Häsinnen haben die meisten Würfe in folgenden Monaten: Februar, März, April, Oktober, November. In diesen Monaten ist es meist noch nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm für die Tiere. Je nach Temperatur und Wohlbefinden finden auch manchmal Verpaarungen/Würfe von Mai – September statt. Viele Züchter lassen ihre Kaninchen mitten im Sommer Jungen aufziehen. Auf so etwas versuche ich weitgehend zu verzichten, denn ich finde die Kaninchen haben schon genug mit der Hitze (ab 25° C) zu kämpfen, dann wäre es ja doppelt Stress, wenn dann noch Geburt und Aufzucht dazu kommt. Ab und zu kann es sein das ich eine "Probe-Verpaarung" mache, aber im Großen und Ganzen haben meine Weibchen dann „Sommerpause“ und dürfen sich in der großen 16qm Gehege richtig ausruhen.

 

 

Aufzucht des Nachwuchses
Hier möchte ich Ihnen mal kurz beschreiben, wie meine Nachzucht aufwächst:

Vorab: Die Häschen stammen aus einer kleinen Rassezucht im Kleintierzuchtverein. (Zucht seit 2005). Alle Elterntiere werden regelmäßig geimpft, jährlich von einem Tierarzt begutachtet, sind gesund und die Kleinen werden mit Liebe, Sauberkeit, Verantwortung und Familienanschluß aufgezogen. Hunde- und Katzengeruch sowie Kinderhände kennen die Kleinen von Anfang an. Außerdem wachsen sie mit alltäglichen Geräuschen wie z.B.  versch. Stimmen, Radio, Kindergeschrei, Vogelgesang, Hundegebell, Rasenmäher, vorbeifahrende Züge, ... auf, daher sind sie nicht so schreckhaft, wenn es mal lauter wird.

 

Nachdem die Häsin nach einem kurzen Gesundheits-Check (Zähne kontrollieren, Krallen schneiden, Gewicht kontrollieren...) zum Rammler darf, dauert es nur wenige Sekunden bis der Deckakt dauert (vorausgesetzt die Häsin ist „hitzig“)

 

Sie bleibt dann meist 1-2 Wochen bei dem Rammler, damit die Männer bei mir nicht immer alleine sitzen müssen und auch mal etwas Abwechslung haben. Außerdem ist das dann eigentlich sicher, dass die Häsin wirklich gedeckt ist.

 

Spätestens 14 Tage nach dem Deckakt bekommt sie ihren eigenen Stall mit viel Stroh und Heu und bekommt ab dann auch etwas mehr Futter, damit sich die Jungen schon im Mutterleib gut entwickeln können.

Die Tragezeit beträgt im Schnitt 31 Tage.


Wenige Tage vor dem Geburtstermin baut die Häsin aus Stroh und Heu ein Nest in eine Ecke des Stalles.
   

Meist erst kurz vor der Geburt rupft sie sich ihr Bauchfell aus, damit die Jungen es schön warm haben und die Kleinen auch besser an die Zitzen der Mutter kommen

Die Geburt bekommt man meist nicht mit, denn sie geht recht schnell vonstatten. Die Jungen (bei Zwergkaninchen meist 2-6) werden taub, blind und nackt geboren und wiegen um die 25 g.

 

Einen Tag nach der Geburt werden alle Kleinen kontrolliert ob sie gesund sind und die Häsin sie auch säugt. Totgeburten kommen bei mir recht selten vor, dies geschieht i.d.R. nur wenn die Häsin in der Trächtigkeit zu viel Stress hatte, viel hochgenommen worden sind usw. Die Nachgeburt wird normalerweise komplett aufgefressen. Ggf. werden Totgeburten und Nachgeburt von mir entfernt.
 

Danach wird die komplette Aufzucht und Pflege in den ersten 2 Wochen der Häsin überlassen, die Kleinen werden alle 2-3 Tage kurz kontrolliert ob alle gut wachsen und genug Milch abbekommen.

 

Ab dem 10. Tag öffnen die Kleinen Ohren und Augen und erkunden ab dem 14-18. Tag langsam den Stall. Sobald sie das Nest verlassen dürfen sie alles mitfressen, was die Mutter auch bekommt, nur so gewöhnen sich die Kleinen vom Anfang an alles und sind meiner Meinung nach später robuster.

 

Je nach Wurfgröße bekommt die Häsin mit Ihren Jungen dann einen Doppelstall, d.h. sie kann auch in ein anderes Abteil hüpfen, das sie auch mal ihre Ruhe hat, denn zwischen der 2. und 3. Woche schmeckt die Milch doch noch am Besten. In dieser Zeit bestimme ich die Geschlechter mit meinem Besten Wissen und mit viel Erfahrung.

Ab der 4. Woche darf die Familie dann zum ersten Mal in dem Auslauf und frisches Gras zu fressen und sich auch an die „Naturgeräusche“ zu gewöhnen.

Bis zu 6. Woche dürfen die Kleinen noch viiieeel wachsen und die Geschlechter werden immer wieder von mir kontrolliert, denn Fehler macht jeder Mal. Aber indem ich die Geschlechter in dieser Zeit 4-5-mal durchcheckte, ist es eigl. zu 99,9% sicher.

 

Dann können die Jungen je nach Entwicklung und Wurfgröße zwischen der 6. und 8. Woche in ein neues zu Hause ziehen. Die Kleinen die ich zur weiteren Zucht behalte, werden dann in das Freigehege gelassen, damit sich von klein auf auch an viele andere Kaninchen gewöhnen.

 

 

Alle Zwergkaninchen die aus meiner Zucht sind, haben Folgende Merkmale:

  • Es sind alles reinrassige Zwrgschecken bzw Satinzwerge
  • Die Tiere sind i.d.R. tätowiert (meist geht das tätowieren aber erst ab der 10.-14.Woche, da sonst die Öhrchen noch zu klein sind)
  • Außenhaltung ganzjährig gewöhnt (auch im Winter), natürlich können sie auch in Innenhaltung ziehen
  • An Artgenossen gewöhnt
  • Handzahm und an Kinder gewöhnt
  • An Hunde- und Katzengeruch gewöhnt
  • An viele alltägliche und laute Geräusche gewöhnt
  • Schon vom Anfang an Grünzeug und verschiedene Obst und Gemüsesorten gewöhnt, deshalb ist die Gefahr von Durchfall usw. im neuen zu Hause gering

 

 

 

 
   
 
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